
Die Falten in der Tischdecke. Wien, Februar 2024
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Es ist Abend in Wien.
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Ich laufe zurück zum Hotel und schaue mir die Fenster und die (noch) leeren Restaurants an. Ich mache ein paar Fotos.
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Für das Abendessen ist es noch etwas früh, aber die Tische sind bereits gedeckt.
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Auch privat lege ich großen Wert auf schönes Geschirr, Besteck, Gläser, Tischwäsche – kurz: Tischkultur.
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Auf einem schön gedeckten Tisch und serviert mit schönen Gerichten und Getränken aus den dafür vorgesehenen Gläsern scheint das Essen besser zu schmecken.
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Diese Leidenschaft für Glas und Porzellan kommt vielleicht daher, dass ich in einer Gegend aufgewachsen bin, in der es viele Glas- und Porzellanunternehmen gab und gibt.
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Dank dieser Verbindung seit meiner frühen Kindheit weiß ich auch einiges über Glas- und Porzellanherstellung.
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Ich sehe deswegen sehr schnell die Qualitätsunterschiede.
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Es amüsiert mich, dass die Tischdecke ein paar Falten hat. Dieser Mangel an Perfektion verleiht dieser Tischdecke eigene, eine persönliche Note.
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Es erinnert mich an die Falten im Tischtuch des Letzten Abendmahls, das Leonardo da Vinci so sorgfältig gemalt hat.
Dabei handelte es sich allerdings um Falten, die vermutlich durch die Lagerung des wertvollen Materials bis zur Verwendung entstanden sind. Aber in diesem Fall sind es lediglich Knitterfalten.
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Foto: Peter J. Spoerer © – Alle Rechte vorbehalten
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