
Interaktionen
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Ich blicke immer noch über die Spree hinweg auf das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus mit seiner komplexen Architektur, die ich abwechselnd in seinen einzelnen Elementen und dann wieder als Ganzes wahrnehme.
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Es handelt es sich wohl eher um eine Architektur, die beeindrucken und repräsentieren soll. Passend zur Lage im Regierungsviertel.
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Wie lange wird und kann eine derartige Architektur Bestand haben? Oder ist Architektur heute nicht mehr auf Ewigkeit ausgelegt, sondern nur noch auf eine bestimmte Zeitspanne?
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Diese und ähnliche Gedanken gehen mir durch den Kopf, wenn ich auch die Menschen betrachte, die sich in diesem Szenario bewegen:
Das ältere Paar, das spazieren geht und sich zum linken Bildrand bewegt, der Mann in der Mitte, der mit seinem Handy beschäftigt ist und der sportliche Jogger, der dynamisch zum rechten Bildrand sprintet.
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Das Foto stellt diese Beziehungen zwischen diesen Menschen und der Architektur her, die in der Realität so nicht existieren.
Diese eingefrorenen Momente und Relationen, die durch die Fotografie entstehen, faszinieren mich immer wieder.
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Foto: Peter J. Spoerer © – Alle Rechte vorbehalten

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